Hand in Hand for a better life

In Uganda ist jeder zweite Bewohner jünger als 14 Jahre. Der ostafrikanische Staat ist das Land der Kinder – aber leider sind die Menschen dort immer noch extrem arm. Die Father Charles Convention e.V. hat sich mit ihrem  Projekt „Hand in Hand for a better life“ 2008 zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit den Menschen in Kasambya – einem kleinen Dorf mit gut 600 Seelen – mitten in Uganda einen nachhaltigen Weg in ihre ökonomische Unabhängigkeit zu finden. Die Idee dabei ist, auf der Basis der „Agenda 2030“ der Vereinten Nationen, einem ehrgeizigen Katalog mit 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) vorzugehen. Die 17 SDGs berücksichtigen erstmals alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – Soziales, Umwelt, Wirtschaft – gleichermaßen. Die 17 Ziele sind unteilbar und bedingen einander. Ihnen sind fünf Kernbotschaften als handlungsleitende Prinzipien vorangestellt: Mensch, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft. Im Englischen spricht man von den „5 Ps“: People, Planet, Prosperity, Peace, Partnership. 

 

Bis heute konnten bereits zahlreiche Ziele erreicht werden:

  • Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser aus Brunnen und Zisternen
  • Die medizinische Grundversorgung mit Ärzten, einer Krankenstation, Moskitonetzen  und vier Gesundheitshelfern
  • Die Bewohner erzielen dank verbesserter Anbautechniken landwirtschaftliche Überschüsse an Mais, Bohnen und Erdnüssen, sie haben eine landwirtschaftliche Genossenschaft gegründet und verdienen mit einem großen neuen Lagerhaus gutes Geld, da sie ihre Ernte dort einlagern können, bis der Markt leergefegt ist und sie einen vielfach höheren Preis als zu Erntezeiten erzielen.
  • Nachdem die Bewohner gelernt hatten, in der Genossenschaft Geld zu verdienen, sind sie in der Lage ihre Kinder in eine gute private Schule zu schicken. Und die haben wir ganz nach unseren Grundsätzen Hand-in-Hand gemeinsam mit der Aktion Weltkinderhilfe gebaut. Die Schule unterrichtet aber nicht nur die Kinder aus Kasambya. Ein Internat mit Unterkünften ist angegliedert und zur Zeit kommen 90 Kinder aus verschiedenen Regionen Ugandas um hier ihre Grundschule bis zur siebten Klasse zu absolvieren.
  • Teil ihrer Genossenschaft ist auch eine Maismühle, die auch mit Hilfe der Aktion Weltkinderhilfe fertiggestellt werden konnte. Sie beliefert die Schule mit fast fünf Tonnen Maismehl pro Jahr für das Hauptnahrungsmittel Poscho.

Obwohl der Schulbau in den nächsten Monaten beendet werden kann, ist das Projekt noch lange nicht zuende. Die nächste Stufe der Entwicklung heißt Capacity Building. Und weil die Schule an den Wochenenden und den Ferien leer steht, ist die Idee, in diesen Zeiten eine Art Volkshochschule für Jugendliche und Erwachsene anzubieten. Dort sollen nach heutigen Planungen, angefangen vom “Lesen und Schreiben für Erwachsene” und “Klimawandel: Nachhaltiges Leben – wie geht das?” sowie “Gründung von Kleinstunternehmen” auch Kurse zur Familienplanung angeboten werden.

Armut und Unwissenheit führen zu einer sehr hohen Geburtenrate. Die afrikanische Bevolkerung wird sich nach heutigen Prognosen von gut 1,3 Milliarden Menschen in 20 Jahren auf 2,5 Milliarden fast verdoppeln. Wenn die Entwicklung ungebremst anhält, leben auf dem afrikanischen Kontinent in 30 Jahren 4,4 Milliarden Menschen. Diesen Teufelkreis gilt es zu unterbrechen indem vor allem Mädchen und Frauen eine bessere Perspektive für ihr Leben bekommen müssen: Durch Ausbildung, Aufklärung, Familienplanung und Gleichberechtigung.

Kleine Verbesserungen konnten in Kasambya schon erreicht werden: So ist es zum Beispiel möglich, dass die Mädchen an unserer Schule sich jetzt trauen auch während ihrer Periode zur Schule zu gehen, da sie nun endlich über selbst genähte Hygienebinden verfügen.

Auch der Klimawandel bedroht Uganda zunehmend. Die Termine für Regen- und Trockenzeiten sind nicht mehr vorhersagbar und ändern sich ständig. Nach extrem langen Trockenzeiten erlebt Uganda zunehmend sintflutartige Regengüsse, die das Land überfluten und das Saatgut wegschwemmen.

Menschen, die ums tägliche Überleben kämpfen, ist es schwer solidarische Umweltgedanken nahe zu bringen. Aber nur mit gelebter Solidarität ist es möglich nachhaltig zu agieren und das bisher Erreichte auch langfristig zu sichern.

Aktuelles

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